Das Tarot besteht im Normalfall aus 78 Karten. Davon gehören 56 zur Kleinen und 22 Karten zur Großen Arkana. Es stellt auf seine Weise das gesamte Leben aus einer esoterischen Sicht dar.
Das Arkanum der Münzen verwendet die vierzehn Erdkarten der Kleinen Arkana. Diese bilden vor allem irdische Belange ab. Ihr Symbol sind die Münzen. Geld ist schließlich ein inzwischen unverzichtbares Mittel unserer irdischen Realität. Neben seiner Funktion als Tauschmittel dient es der Wertaufbewahrung und dem Vermögensaufbau. Es ist praktisch ein Speicher, um Anstrengungen und Arbeit über längere Zeiträume zu konservieren. Doch selbstverständlich achtet das Arkanum der Münzen auf mehr als nur das Geld.
Die Karten richten ihren Blick auf verschiedene Gesichtspunkte des Wirtschaftens, der beruflichen Entfaltung oder beispielsweise auf materielle Wünsche. Dabei kann es zwar durchaus um das Mehren des Geldvermögens gehen, doch das ist nur ein Aspekt. Im Mittelpunkt stehen allgemein Angelegenheiten oder auch mal Probleme, die von dem Leben in einer körperlichen Welt verursacht werden. Denn wie bekannt verläuft dieses nicht immer nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Oft ist mit mehr oder weniger großen Widerständen zu rechnen.
Der materielle Aspekt unseres Lebens wird zum Teil verteufelt, vor allem wenn eine spirituelle Perspektive eingenommen wird. So behandelte die katholische Kirche Dinge wie Geld und Eigentum schon immer mit Vorsicht. Doch auch esoterische Standpunkte sehen die Materie in manchen Fällen als ein Element des Teufels. In der Esoterik mag der Teufel zwar häufig weniger bösartig als in der kirchlichen Lehre, sondern als ein notwendiger Teil dieser Welt eingestuft werden, doch nur in den seltensten Fällen stellt er etwas Positives dar. Die Erde und das Materielle sind aus esoterischer Sicht eher plump und grobstofflich. Im Gegensatz dazu ist das Spirituelle göttlich und feinstofflich.
Trotz aller Distanzierung von der materiellen Realität wird das Leben auf der Erde häufig als ein notwendiger Lernprozess betrachtet. Der Mensch hat dieses Schicksal auferlegt bekommen und soll sich nun darin zurechtfinden, darin aufgehen, lernen und wachsen. All die materiellen Widerstände, Entbehrungen und Leiden, die mal größer und mal kleiner ausfallen können, haben vieler Meinungen zufolge das Ziel, uns zu etwas Höherem zu führen. Die profansten Bürden sollen wie die strahlendsten Herausforderungen den Menschen dabei helfen, zu wachsen und zu lernen. Der Blick fällt dabei auch auf ein mögliches Dasein, das nach dem Leben in unserer grobstofflichen Realität kommt. Es mag zwar sein, dass man erwirtschaftetes Vermögen nach der Lebenszeit auf Erden nirgends mitnehmen kann. Für Erfahrung und Wachstum dürfte das aber nicht gelten.
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Nach obennähere Erklärung Arkanum der Münzen