Kaffeedomantie Erklärung
Die Geschichte der Kaffeedomantie
Schon immer wurden aus Muster und Formen Wahrsagungen getroffen. Im Fernen Osten verwendete man Teeblätter, um daraus die Zukunft zu lesen. Im Okzident nutzten beispielsweise Alchimisten das natürliche Entstehen von Mustern dazu, Dinge in Erfahrung zu bringen - noch bevor die Kaffeebohne oder gar die Kaffeedomantie nach Europa kamen.
Durch die anfängliche Knappheit dieses Importgutes galt es als entsprechend selten und kostbar. Der Konsum galt unter den gehobenen Schichten in Städten wie beispielsweise Paris als etwas Besonderes, auch weil es nicht jedermann zu schätzen wusste oder es sich gar regelmäßig leisten konnte. So wurde die Kaffeedomantie ganz früher als eine Domäne der oberen Schichten gesehen. Doch das Kaffeesatzlesen verbreitete sich nicht nur im Abendland.
Kaffeedomantie im Nahen Osten
Noch bevor in den europäischen Städten ausgiebig Kaffee getrunken wurde, entdeckte man diese Sitte im Nahen Osten, vor allem in Ägypten, wo Mitte des vergangenen Jahrtausends die ersten Cafés entstanden. So gelangte das Getränk in die Türkei und auf den Balkan, wo die Kaffeedomantie besonders beliebt war - und auch heute noch ist.
Doch es gab auch ein anderes kulturelles Zentrum des alten Europas, in dem das Kaffeetrinken besonders früh an Beliebtheit gewann, und zwar Venedig. Der Hafen war schon immer ein Ziel von Importgütern und Kolonialwaren aller Art. Ebenso war diese Stadt auf dem Wasser schon immer sehr offen, wenn es um Esoterik ging. Sie wird von vielen Kennern als der Ursprungsort des heutigen Tarot und Kartenlegens betrachtet. Da ist es nur naheliegend, dass Venedig neben dem Balkan als eine zentrale Quelle der Kaffeedomantie in Europa ausgemacht werden kann.
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