Große Arkana

Erklärung

Die gesamte Reihe der Großen Arkana des Tarots im Überblick. Eine Karte auswählen und ihre Deutung erfahren. Wie lässt sie sich zu Fragen rund um den Beruf, die Liebe oder die persönliche Entwicklung deuten?

Bedeutung der 22 Karten

Das Tarot gliedert sich in eine Große Arkana (22 Karten) und eine Kleine Arkana (56 Karten). Wer sich mit dem Sinn und der Aussage der Tarotkarten auseinandersetzen möchte, sollte wissen, dass es sich hier um viel mehr als nur ein Wahrsageorakel handelt. Eine Beschäftigung mit der Bedeutung der Karten schenkt einen tiefen Blick in das Leben und die menschliche Spiritualität. Niederste Regungen des Bewusstseins finden hier ebenso Beachtung wie die höchsten moralischen Gesichtspunkte. Die Vorstellungen vergangener und gegenwärtig praktizierter Religionen sind darin enthalten, und genauso die Numerologie, philosophische Strömungen der menschlichen Geschichte oder die Gesetze unserer Natur. Der Mensch wird als ein vielschichtiges Wesen betrachtet, das seine Fähigkeiten steigern und sein Bewusstsein erweitern möchte - und dessen Dasein auf Veränderung und Wachstum ausgerichtet ist.

Die Große Arkana bildet diesen Entwicklungsprozess ab. Ihre 22 Karten stellen den Entfaltungsweg des Menschen dar. Sie beginnt mit dem "Kind", das in anderen Decks auch "Narr" genannt wird. Die letzte Karte ist der "Kosmos". Bei Rider Waite sowie im Marseille-Tarot trägt sie die Bezeichnung "Welt", bei Crowley "Universum". Die Namen mögen in den einzelnen Decks ein wenig voneinander abweichen und auch die Interpretationen unterscheiden sich immer wieder. Trotzdem gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.

Tarot als Ausdruck einer kabbalistischen Mystik

Der Baum des Lebens der jüdischen Kabbala hat die Große Arkana maßgeblich beeinflusst - ebenso wie andere Religionen. Ihre 22 Karten entsprechen den Verbindungen zwischen den 10 Sephirot und somit auch dem hebräischen Alphabet.

Die 10 Sephirot drücken ein spirituelles Weltbild aus, das sich nicht nur mit dem Göttlichen beschäftigt, sondern den Blick auch auf dessen Verschmelzung mit unserer materiellen Welt richtet, die einem stetigen Prozess der Veränderung unterworfen ist. Dieses Zusammenspiel lässt sich auch als die Quintessenz des gesamten Tarots betrachten. Es geht hier letztendlich auch um die Frage, wie der Mensch mit seinen inneren Vorgängen die äußere Welt beeinflussen, also Magie wirken kann.